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Wie sinnvoll sind Incentives und Prämien?

Wie können Manager Mitarbeiter halten, die ständig unter Volldampf fahren? Zielorientierung und Einsatz im Hinblick auf die Aufgabe sind tagein, tagaus nicht leicht zu sichern. Wie können Sie eine Hochleistungstruppe führen, wenn die Energie langsam nachlässt?

Auf einem engen Arbeitsmarkt müssen sich die Arbeitgeber kreativer Mittel bedienen, um qualifiziertes Personal anzuwerben und zu halten. Dabei reicht der Lohn allein nicht aus. Gut strukturierte Programme mit Anreizen und Prämien werden zunehmend zu einem bedeutenden Element in der Motivationsgleichung. Seien wir einmal schrecklich ehrlich. Geld hat seine Wirkung. Der wohl stärkste Anreiz für die Mehrheit der Arbeitskräfte ist finanzieller Natur. Bonuszahlungen. Zusätzliche Arbeitgeberbeiträge zur Pensionskasse. Mit gezielten finanziellen Anreizen können Mitarbeiter motiviert und bessere Ergebnisse ihrerseits umgesetzt werden.

Das Schlüsselwort dabei ist „gezielt“. Die demographische Gliederung jedes einzelnen Arbeitsplatzes ist unterschiedlich. Manager müssen das Profil ihrer Mitarbeiter kennen und die passenden Anreize maßschneidern.

Ein sich der Pensionierung annähernder Mitarbeiter wird wohl eher von zusätzlichen Pensionsbeiträgen als von einer Bonuszahlung motiviert werden, deren Hälfte er an die Steuer verliert. Lernen Sie Ihre Mitarbeiter kennen. Die effektivsten Anreize sind jene, welche die höchst möglichen Werte für den einzelnen Mitarbeiter mit sich bringen. Ähnlich reagieren wohl Arbeitnehmer mit jungen Familien anders auf Anreize als Singles. Der familienorientierte Mitarbeiter wird wohl kaum zu höherer Produktivität angespornt, wenn seine Prämie ein voll bezahlter Urlaub mit Kollegen an einem weit entfernten Urlaubsziel ist.

Ein weiterer wichtiger Anreiz ist die Investition in die berufliche Entwicklung von aufstrebenden Mitarbeitern. Die berufliche Entwicklung fördert Loyalität, schafft bereit stehende Talente und bringt Vorteile in Sachen Steuern und Nachfolgeplanung für das Unternehmen mit sich. Die berufliche Mitarbeiterentwicklung als Arbeitsanreiz ist geschäftliche äußerst sinnvoll.

Ein weiteres strategisches Instrument im Anreizdschungel ist es, die Mitarbeiter bei der schier unerreichbaren Vereinbarung von Arbeit und Privatleben zu unterstützen. Arbeitgeber der Wahl setzen proaktive Schritte, mit denen Mitarbeiter die gegensätzlichen Bereiche Arbeit und Familie besser ausgleichen können. Diese Arbeitgeber erkennen den Anreiz für Mitarbeiter, an einem Arbeitsplatz mit geringerem Stressniveau tätig zu sein. Sie stellen einen bestimmten Grad an Flexibilität für Eltern kleiner Kinder sicher. Sie ermöglichen es Mitarbeitern, auf ausgedehntere Freistellungszeiten zurückzugreifen. Ihre „lebensstilfreundlichen“ Maßnahmen sind ein wertvoller Anreiz für Mitarbeiter, ihre Ziele zu erreichen und sich an den Arbeitgeber zu binden.

Die Botschaft lautet, die Mitarbeiter zu verstehen und zu wissen, welchen Knopf man für deren Motivation drücken muss. Werden Sie kreativ und führen Sie gezielte Anreize zur Erzielung der größtmöglichen Wirkung ein. Steuerlich interessante finanzielle Prämien ziehen stets große Motivation nach sich. Aber im derzeitig herrschenden Wirtschaftsklima sind es die Anreize nicht finanzieller Natur, welche unter Mitarbeitern oft das größte Interesse hervorrufen.

Manager sollten sich stets der Macht von Arbeitsplatzsicherheit als einem impliziten Anreiz bewusst sein. Wenn sich der Arbeitszyklus dreht und der Qualifikationsmangel endlich bereinigt wurde, wird sich das Zünglein an der Machtwaage wieder zu den Arbeitgebern hin bewegen. Schwächen in puncto wirtschaftlicher Wohlstand führen unweigerlich zu produktiveren und stärker an das Unternehmen gebundenen Mitarbeitern.

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