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Wie sinnvoll ist arbeiten während der Elternzeit?

Heutzutage herrscht wohl allgemeiner Konsens, dass die erziehungsspezifischen  Anforderungen für Frauen und Männer einen Nachteil am Arbeitsplatz darstellen.
Ob ein Mutterschutzurlaub nun bezahlt oder unbezahlt ist, es ist in der derzeitigen Strukturierung am Arbeitsplatz ein Recht, das nur in absoluten Ausnahmefällen mit Heimarbeit gestört werden sollte.
Einem Mitarbeiter auf Krankenurlaub würden wohl kaum E-Mails an sein Krankenbett weitergeleitet werden. Jemand auf Jahresurlaub sollte auch nicht vom Chef gestört werden, während er irgendwo auf dem Surfbrett steht.
Der menschliche Körper unterliegt zu keinem anderen Zeitpunkt derart grundlegenden Veränderungen wie in der Schwangerschaft und bei der Geburt. Arbeitende Frauen erleben während dieser Zeit eine körperliche und emotionale Achterbahn. Später stehen sie vor einer Herausforderung, die weit größer ist, als z.B. die Vorlage der Monatsberichte gegenüber dem Vorstand. Und dies jeden Tag.

Der Mutterschaftsurlaub ist von Natur aus so konzipiert, dass sich die Frau körperlich erholen und Zeit mit dem Neugeborenen verbringen kann.
Dennoch sollte ein Mitarbeiter niemals durch eine Organisation benachteiligt werden, weil sie oder er für die Betreuung ihres Kindes Urlaub nimmt. Es ist wichtig, dass berufliche und soziale Netzwerke auch während des Urlaubszeitraums beibehalten werden.
Wenn Sie die Mitarbeiterin oder den Mitarbeiter nach der Elternzeit wieder haben möchten, müssen Sie sie oder ihn behutsam bei der Stange halten.
Ist es Arbeitgebern mit ihrem Wunsch ernst, wertvolle Mitarbeiter beizubehalten, sind die starken Argumente zu Gunsten eines bezahlten Mutterschaftsurlaubs zu berücksichtigen. Statistiken beweisen etwa die Kostenersparnis für Unternehmen, die Frauen einen bezahlten Mutterschaftsurlaub nach der Geburt eines Kindes gewähren.

Die entsprechenden Vorteile zeigen sich überall in der Organisation. Die sich daraus ergebende Loyalität betrifft alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter innerhalb der Organisation. Die Vorteile könnten sich etwa in größerer Produktivität am Arbeitsplatz und insbesondere in der Tatsache manifestieren, dass eine größere Anzahl der entsprechenden Mitarbeiter nach der Elternzeit wieder ins Unternehmen zurückkehrt.
Von den 23% der Arbeitgeber, welche unterschiedliche Zeiträume für den bezahlten Mutterschaftsurlaub zugestehen, bieten viele auch einen bezahlten Vaterschaftsurlaub. Diese Arbeitgeber werden oft als die Arbeitergeber der Wahl benannt.
Das kritische Element der Gleichung für eine erfolgreiche Erziehungszeitregelung besteht in der Tatsache, dass die Mitarbeiterin oder der Mitarbeiter von den täglichen Belastungen und Anforderungen des bezahlten Arbeitsumfeldes entfernt wird. Er oder sie bedarf nunmehr einer Ruhezeit und der Sicherheit, dass sie die Unterstützung ihres Arbeitgebers hat.
Arbeitgeber haben ihren Arbeitsplatz für den Zeitraum, in dem die Mitarbeiterin abwesend ist, zu handhaben und sie mit unterstützenden und flexiblen Wiedereingliederungsregelungen willkommen zu heißen.