Wie gefährlich ist andauernde Abwesenheit?
Ein Arbeitnehmer ist dafür verantwortlich, seinen Vorgesetzten über seine Abwesenheit in Kenntnis zu setzen - und darüber, wann er wieder bei der Arbeit erscheinen wird. Ausgedehnte - entschuldigte und nicht entschuldigte - Fehlzeiten werden mit dem Mitarbeiter besprochen und können bis zur Entlassung führen. Das Unternehmen behält sich außerdem das Recht vor, Arbeitnehmer abzumahnen, wenn diese an zwei aufeinander folgenden Arbeitstagen ohne Entschuldigung fehlen.Dies ist ein Beispiel für eine typische Anwesenheitsrichtlinie. Viele Arbeitnehmer unterschreiben dies, wenn sie ein neues Arbeitsverhältnis eingehen. Diese Regelung ist ein Modell dafür, wie man in einem Unternehmen mit der Abwesenheit von Beschäftigten umgehen kann.
Wenn sich ein Mitarbeiter nicht an die Regelung hält, kommt es bei unentschuldigter Abwesenheit im Allgemeinen zu Disziplinarmaßnahmen - bis hin zur Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses.
Firmenregelungen für Abwesenheit existieren nicht ohne Grund. In jeder Woche sind etwa 4 % der Arbeitnehmer für mindestens einen Tag nicht am Arbeitsplatz anzutreffen.Dies ist ein großer Kostenfaktor, der oft unterschätzt wird. Dazu gehören nicht nur Kosten, die mit der Abwesenheit des Beschäftigten direkt verbunden sind, sondern noch weitere Kosten.
Bei Abwesenheit des Beschäftigten entstehen Kosten durch den Einsatz von Ersatzarbeitskräften, Überstunden und den Produktivitätsverlust. Weiterhin hat das Fehlen eines Mitarbeiters Auswirkungen auf die anwesenden Kollegen; die Folgen sind Zusatzarbeit und Stress, weil die übrigen Arbeitnehmer gezwungen sind, die Abwesenheit des Kollegen auszugleichen. Dadurch steigt das Unfallrisiko am Arbeitsplatz und Ergebnisse und Qualität werden negativ beeinflusst. Zusätzlich müssen Zeit und Kosten in Einweisung und Schulung der Vertretungen investiert werden. Unternehmen bei denen besonders oft Arbeitnehmer fehlen, haben häufig Probleme mit der "Arbeitsmoral", vermehrte arbeitsrechtliche Probleme und eine höhere Lohnsumme.
Wenn sich Arbeitnehmer im Betrieb krank melden, ist nicht immer eine physische Erkrankung der Grund. Ein weit verbreiteter Grund für Abwesenheit ist Stress. Und der Grund Nummer Eins für Stress liegt in der Beziehung zwischen Mitarbeitern und dem Manager bzw. Vorgesetzten.
Wenn das Auftreten der Geschäftsleitung zu autoritär ist, steigen auch die Fehlzeiten der Angestellten. Autoritäre Vorgesetzte sind meist Personen, die schlecht zuhören können, unerreichbare Ziele setzen, nicht sehr kommunikativ und unflexibel sind. Mit anderen Worten: sie schreien, schieben anderen die Schuld für Probleme zu und geben den Arbeitnehmern das Gefühl, dass alles nach ihren Vorstellungen laufen muss.
Ein klar positiver Schritt in Richtung Verringerung von Fehlzeiten am Arbeitsplatz:
Finden Sie die Manager heraus, die diesen autoritären Stil verfolgen. Machen Sie solche Manager in Schulungen mit einem guten Führungsstil vertraut. Dadurch ist es möglich, Fehlzeiten zu reduzieren und Probleme mit den Managern, die bei den Arbeitnehmern auch zu Burn-out-Syndrom und Gesundheitsproblemen wie Rückenschmerzen und Kopfschmerzen führen können, zu verringern. Zur Verringerung von Fehlzeiten gibt es eine endlose Liste an Ratschlägen. Die folgenden Punkte sind eine Mischung aus kurz- und langfristig zu verwirklichenden Maßnahmen:
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Unterstützen Sie eine hohe Arbeitsleistung. Unterstreichen Sie die Bedeutung des Arbeitnehmers und seinen Anteil an diesen Leistungen.
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Schaffen Sie flexible Verfahren, die den Ansprüchen des Geschäfts und des Arbeitnehmers gerecht werden.
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Führen Sie ein Vergütungssystem ein, mit dem Sie die Reduzierung der Fehlzeiten honorieren.
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Beseitigen oder vermindern Sie "langweilige" oder sich wiederholende Arbeiten.
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Erweitern Sie die Verantwortung am Arbeitsplatz.
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Bauen Sie Möglichkeiten der Unterstützung aus.
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Erkennen und belohnen Sie besondere Leistungen Ihrer Mitarbeiter.
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Verbessern Sie die Fähigkeiten und Fertigkeiten der Vorgesetzten.
Allerdings müssen sich Manager von heute bewusst sein, dass die Gründe der Abwesenheit nicht immer angegeben werden müssen: Es gibt das Recht auf Privatsphäre. Arbeitgeber sollten daher deutlich machen, dass Geschäftsangelegenheiten hin und wieder auch eine Einmischung in die persönlichen Angelegenheiten des Mitarbeiters erfordern.
Wenn eine solche Einmischung gerechtfertigt ist, sollte diese aber strikt begrenzt sein und nur bis zu einem notwendigen Grad erfolgen. Andererseits hat der Arbeitnehmer die Pflicht, seinen Arbeitgeber von einer geplanten Abwesenheit in Kenntnis setzen, den Grund der Abwesenheit und die zu erwartende Dauer benennen. Diese Information ist für den Arbeitgeber notwendig, um Aufgaben neu zu verteilen und die Organisation anzupassen.


