Teambuilding Events – sinnvolles Instrument oder verschwendete Zeit?
Wenn man sich bezüglich Teambuilding-Aktivitäten außerhalb des Unternehmens umhört, gehen die Meinungen weit auseinander. Von "vollkommener Zeitverschwendung" bis zu "Wir sind zusammengewachsen", von "Wir waren wirklich kreativ und haben großartige Lösungen für unsere Geschäftstätigkeit ausgearbeitet" bis "Ich bin von der Steilrutsche gefallen und geradewegs in einen Damm geknallt ".
Hunderte von Unternehmen bieten Tages- und Wochenendveranstaltungen, Workshops und Tätigkeiten zum Teambuilding an. Diese umfassen Kochkurse, Abseilen, Fischen, Campen, Wandern, japanischen Kendo-Kampfunterricht, Filmen und Mountainbiken. Unternehmen scheinen im Hinblick auf die zahlreichen Möglichkeiten des Teambuildings außerhalb der eigenen vier Wände die Qual der Wahl zu haben.
Die meisten Organisationen sind der Meinung, dass Teambuilding-Tätigkeiten ein hervorragender Weg für zahlreiche Geschäftsthemen sind. Man kann dadurch frische Luft in die Organisation bringen und Mitarbeiter dazu veranlassen, sich gegenüber anderen zu öffnen und bessere Arbeitsbeziehungen aufzubauen.
Teambuilding kann:
- Ihre Mitarbeiter herausfordern- und zwar in intellektueller, emotionaler und gegebenenfalls auch physischer Form;
- Bei der Fokussierung auf die Lösung spezifischer Probleme Ihrer Geschäftstätigkeit helfen;
- Eine Umgebung schaffen, in der jeder einen Beitrag leisten kann;
- Barrieren abbauen und kameradschaftliches Denken fördern;
- Zur Entwicklung von neuen Ansätze zur Problemlösung beitragen;
- Ein Forum für effiziente Kommunikation und Verständnis schaffen; und
- Die Moral heben.
In den meisten Fällen reichen etwas Planung und Vorausdenken aus, um Ihren Ausflug zu einem grossen Erfolg zu machen. Hier einige Anregungen, die Sie berücksichtigen sollten:
Stellen Sie sicher, dass Ihre Ziele klar sind.
"Teambuilding" sollte nicht das eigentliche Ziel an sich sein. Wenn Sie die Thematik selbst zum Ziel erheben, könnten Ihre Mitarbeiter dem Ausflug zynisch gegenüberstehen. Geben Sie deshalb vielmehr den Zweck des Ausfluges bekannt. Vielleicht handelt es sich dabei um die Entwicklung einer Strategie für das nächste Geschäftsjahr oder die Schaffung eines Gedankenaustausches zur Lösung eines spezifischen Geschäftsproblems.
Alles zu seiner Zeit.
Legen Sie ein solches Event nicht auf besonders stressige Zeiten, etwa während Umstrukturierungen oder Phasen von Kündigungen. Ein Ausflug außerhalb des Unternehmens zu derartigen Zeitpunkten kann eher schaden als nutzen und die Moral zerstören.
Die Mischung macht's.
Behalten Sie das Gleichgewicht zwischen tatsächlicher Arbeits- und Freizeit- bzw. Spaßaktivität bei. Wenn Sie ausschließlich arbeiten wollen, hätten Sie auch im Büro bleiben können. Reine Spiele- oder Teambuildingaktivitäten könnten dazu führen, dass man das Ganze als Zeitverschwendung ansieht. Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, welche Aktivitäten sie gerne durchführen möchten und stellen Sie sicher, dass jeder teilnimmt. Drängen Sie einen Teilnehmer aber nicht, sich von einer Klippe abzuseilen, wenn er nicht möchte. Darüber hinaus sind die Teilnehmer meist schon der Vertrauensspiele müde, bei denen sich eine Person mit verbundenen Augen in die Arme einer anderen Person fallen lassen sollte.
Machen Sie viele Pausen.
Pausen sind für das Networking wichtig und ermöglichen es, dass Ihre Mitarbeiter sich ungezwungen unterhalten und Beziehungen aufbauen können.
Verschieben Sie festgelegte Fristen, damit sich Ihr Team konzentrieren kann.
Sie möchten ja nicht, dass jeder ständig seine E-Mails überprüft, oder sich seine Gedanken um ganz andere Dinge drehen. Wenn alles gut verläuft, kommt das Mitarbeiterteam produktiver als vorher zurück und holt den Rückstand rasch auf.
Nachbesprechung!
Wenn Sie keine Nachbesprechung durchführen, wird die Übung als Zeitverschwendung angesehen werden. Dies könnte vor allem dann zu Unmut führen, wenn auf Grund des Ausfluges Fristen versäumt wurden. Fragen Sie Ihr Team nach Feedback und stellen Sie sicher, dass die positiven Veränderungen, auf die Sie sich geeinigt haben, auch umgesetzt werden.
