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Was bedeuten Geschätsreisen wirklich?

Glauben Sie es jemandem, der viel zu viele Stunden in Metallkapseln eingeschlossen um den Globus gejettet ist. Geschäftsreisen sind keine Traumreisen. Sie machen keinen Spaß. Und ausreichend bezahlt werden sie schon gar nicht. Im Technikzeitalter - mit Videokonferenzen und Datenaustausch in Sekundenschnelle - mutet es fast schon grotesk an, dass Manager immer wieder an entfernte Orte wie New York, Shanghai oder Sydney geschickt werden - zu Besprechungen, die oft kürzer sind als die Zeit, die sie auf Reisen verbringen.

Besonders belastend sind Langstreckenreisen. Nach bis zu 20 Flugstunden werden Sie in einer Stadt abgesetzt, die gerade erwacht. Ihre innere Uhr steht auf Nacht. Sie jedoch müssen noch einen ganzen Tag durchhalten, anstatt in den Federn zu liegen.  Am Abend noch mit Kollegen oder Konferenzteilnehmern "losziehen"? Vergessen Sie es. Bei der erstbesten Gelegenheit werden Sie in die steifen, weißen Laken Ihres Hotelbetts abtauchen. Tag zwei wird zeitiger beginnen, als Ihnen lieb ist. Ihre Konferenz findet vielleicht gleich im Hotel statt. Wer Glück hat, kann ein paar Schritte zu Fuß zum Meeting gehen. In der Zwischenzeit läuft daheim Ihre Mailbox über, Aufgaben türmen sich auf Ihrem Schreibtisch und Kollegen lästern über Ihren "Urlaub". Wer Partner und Kinder hat, fühlt die Einsamkeit in einer fremden Stadt besonders stark. Es ist nicht eben beruhigend, zu wissen, dass daheim das Chaos regiert, die morgendliche Routine quer läuft, Brot oder Milch fehlen und es Fastfood zum Abendessen gibt. Nach ein paar Tagen setzt sich der Geschäftsreisende wieder in die Maschine und fliegt noch einmal 20 nach Hause zurück.

Selbst Geschäftsreisen innerhalb Deutschlands sind nicht zu unterschätzen. Eintägige Reisen beginnen oft vor 5 Uhr morgens. Eine Reise von Hamburg nach München und zurück dauert typischerweise min. 5 Stunden von Tür zur Tür. Egal ob das Treffen wichtig ist oder nicht, es wird ein sehr langer Tag. Es muss anerkannt werden, dass Manager, die regelmäßig geschäftlich reisen, ungeheurem Stress ausgesetzt sind. Reisedauer sowie körperliche und seelische Belastungen strapazieren Gesundheit und Wohlbefinden. Geschäftsreisen sollten als Berufsrisiko gewertet werden.

Geschäftsreisende sind lukrative Kunden für den Luftverkehr. Die großen Fluggesellschaften umwerben diesen Markt mit Business-Class-Leistungen und immer angenehmeren Lounges. Bequemere Sitze, mehr Personal pro Passagier und bevorzugte Behandlung beim Ein- und Aussteigen sind Selbstverständlichkeiten für den Business-Reisenden. Geschäftsreisende arbeiten. Alles was ihren Alltag komfortabler und produktiver macht, zahlt sich aus. Ein Business-Class-Ticket und eine Lounge-Karte sind daher ein Muss für alle, deren Position den Fluch von Langstreckenreisen mit sich bringt.

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