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Die Zusammenarbeit von Frauen und Männern

Da Frauen sich immer stärker am Erwerbsleben beteiligen, herrscht in den meisten Arbeitsbereichen ein Geschlechter-Mix vor.

Was sind also die Themen, die beachtet werden sollten, wenn Frauen und Männer miteinander arbeiten?

Zunächst einmal ist es hilfreich, wenn sich Menschen, die mit Kollegen des anderen Geschlechts zusammenarbeiten, der jeweiligen Stärken der Geschlechter bewusst sind.

Sehr allgemein kann man sagen, dass mit berufstätigen Frauen häufig folgende Stärken in Verbindung gebracht werden:

  • Kreativität
  • Weitblick
  • Teamfähigkeit
  • Perfektionismus, Sinn für Details.

Für Männer kann die Liste folgendermaßen aussehen:

  • Zielorientierung
  • Logisches Denken
  • Konkurrenzorientierung
  • Entschluss- und Durchsetzungsfähigkeit.

Beim bloßen Betrachten dieser Listen werden bereits die Vorteile der Zusammenarbeit von Frauen und Männern offensichtlich. Bei einer Arbeit, die gemeinschaftlich organisiert ist, können die geschlechtsspezifischen Stärken zum Wohle des Unternehmens genutzt werden.

Da die Vorteile eines “Geschlechter-Mix” im Unternehmen so offensichtlich sind, ist es ein wichtiges Anliegen vieler Unternehmen, deren Fähigkeiten verbessern zu können sowie Frauen und Männer für sich zu gewinnen und diese zu binden und zu fördern. 

Dies ist ein entscheidender Punkt - da Unternehmen, die eine Kultur von gegenseitigem Verständnis, Respekt und Chancengleichheit unterstützen, langfristig bessere Leistungen aufweisen. Wenn Verständnis für die Unterschiede in den Geschlechterperspektiven entwickelt wird, ist dies der Startschuss für die Entwicklung einer geschlechterfreundlichen Unternehmenskultur.

Sehr häufig liegt die Ursache von Kommunikationsproblemen in Vorurteilen, das heißt der Wertung anhand festgefahrener, überkommener Vorstellungen.

Grundsätzlich halten Menschen nichts von Vorurteilen, da diese Individualität verleugnen. Doch alle Frauen und Männer, egal ob am Arbeitsplatz oder woanders, sind Individuen und möchten als solche wahrgenommen werden. Der Gebrauch von Vorurteilen kann also sehr negative Reaktionen bewirken.

In einer von Vorurteilen bestimmten Situation könnte ein Mann eine Kollegin bei der Arbeit pauschal als Trägerin weiblicher Attribute sehen. Anstatt ihre Durchsetzungsstärke und Führungsfähigkeit zu sehen, beurteilt er sie als fürsorglich und freundlich. In dieser Situation ist es unwahrscheinlich, dass er sie für die Beförderung zur Führungskraft in Betracht zieht. 

Doch wenn er und andere davon Abstand nehmen, in Stereotype zu denken, merken sie, dass Frauen nicht im Unternehmen sind, um Mutter oder Freundin zu sein. Sie sind da, um Erfolg zu haben und Ihre Karriere zu verfolgen.

Typische Beschwerden, die Frauen über männliche Kollegen haben, sind zum Beispiel:

  • Die verniedlichende Ansprache als “Mädels”, “Süße”, …
  • Frauen als Objekte zu bezeichnen… „Mein Auto, mein Boot, mein Hund, meine Frau“
  • Der Gebrauch von Redewendungen, die mit Sport, Sex oder Gewalt zu tun haben, z. B. „Wir werden die Konkurrenz schlagen”,  „ Jemand steht im neuen Job seinen Mann“
  • Das gemeinsame Fällen einer Entscheidung, ohne Frauen einzubeziehen. Danach den weiblichen Kolleginnen erzählen: „Gestern Nacht saßen wir noch zusammen und haben entschieden, …“

Einige der typischen Beschwerden, die Männer über Frauen im Unternehmen vorbringen, sind:

  • Nicht schnell genug auf den Punkt zu kommen
  • Dinge zu Ernst zu nehmen
  • Der Versuch, durch unangemessenes Fluchen und sexistische Witze zu den Männern “dazuzugehören”

An jedem Arbeitsplatz sollte angestrebt werden, dass Mitarbeiter zum Erreichen der vereinbarten Ziele miteinander als Teams kommunizieren und zusammenarbeiten. Unternehmenserfolg hängt von guten, professionellen Arbeitsbeziehungen der Mitarbeiter ab. 

Während in gut geführten Unternehmen die Unternehmenspolitik geschlechtsneutral gestaltet wird, unterliegen die Beziehungen zwischen Frauen und Männern manchmal mehr Beobachtung und Spekulationen als Beziehungen zwischen zwei Männern oder zwei Frauen mit vergleichbarer Erfahrung. Wenn dies passiert, können Frauen aufgrund von Karriereängsten auf Seiten beider Geschlechter isoliert werden. 

Eine derartige Situation ist schädlich für ihre berufliche Entwicklung, ihre Karrierechancen und ihren Erfolg. 

Jedes Unternehmen sollte daher ständig daran arbeiten, ein Arbeitsumfeld zu fördern, welches Frauen und Männer in alle Geschäftsaktivitäten einbindet.

 

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