Alles ist möglich – wenn man es will!
Warum sind Mitarbeiter in einigen Unternehmen besonders motiviert, während Mitarbeiter anderswo demotiviert und bedrückt sind? Die Antwort auf diese Frage ist zweifellos komplex; sie kann jedoch durchaus im Führungsstil zu finden sein. Vorgesetzte können sehr wohl das Arbeitsklima beeinflussen.
Die Schaffung eines angenehmen Arbeitsumfelds beginnt mit der Entwicklung eines strategischen Planes, der jeden einzelnen Mitarbeiter einbezieht. Dazu gehört ebenfalls, dass das Personal die richtigen Anweisungen und Feedbacks erhält.
Jedes "Dream Team" hat an seiner Spitze einen begabten und hochmotivierten Kopf. Dieser Teamleiter hat mehr als irgendein Anderer die Aufgabe, sein Team zu motivieren und aufzubauen. Ohne Motivation ist Begabung nur brach liegendes Potenzial. Motivation ist ein Gefühl von Interessiertheit, etwas zu tun, der Grund, etwas zu tun oder sich so oder so zu verhalten. Es stimmt zwar, dass Motivation von innen kommt, sie kann aber auch von einer Führungspersönlichkeit verbreitet werden, die die Glaubwürdigkeit besitzt, Ziele zu vertreten und zielorientiertes Arbeiten zu fördern.
Die besten Managementpersönlichkeiten besitzen die Führungsqualitäten, um ein hochgradig motivierendes Arbeitsumfeld für ihr Team zu schaffen.
Man könnte denken, die erfolgreichsten und kreativsten Unternehmen müssten jene sein, die den profitabelsten Führungsstil oder das beeindruckendste fachliche Leistungsportfolio aufweisen. In Wahrheit jedoch sind die Firmen, die jahrein jahraus Top-Resultate erzielen, oftmals diejenigen mit den engagiertesten und motiviertesten Mitarbeitern. Dabei handelt es sich typischerweise um Organisationen, die ihren Mitarbeiterstab als ihr wertvollstes Kapital betrachten.
Gelegentlich hört man von Unternehmensberatern, es sei beinahe unmöglich, aus Mitarbeitern mehr herauszuholen. In einigen Organisationen wurden die Belegschaften umstrukturiert, umorganisiert und umgestaltet. Sie wurden abgespeckt, temporär reorganisiert und diversifiziert. Es wurde von ihnen verlangt, mit weniger mehr zu leisten.
Aber diese Haltung ist etwas negativ und vernachlässigt die Bedeutung der Begeisterung und Motivierung der Mitarbeiter.
Eine positive Einstellung zum Mitarbeiter geht davon aus, dass er motiviert antritt, um gute Resultate zu liefern. Er bringt seinen Kopf, sein Herz und seine Persönlichkeit ein und möchte sicherlich nichts tun, was seine Selbstachtung in Frage stellt. Deshalb möchte er stets und konsequent gute Arbeit leisten, die Erwartungen des Unternehmens und seiner Kunden erfüllen und übertreffen und seine Arbeitsleistung steigern. Er ist sich bewusst, dass Fehler zum Lern- und Leistungsprozesses gehören. Und er kommt keineswegs zur Arbeit, um vorsätzlich Fehler zu machen.
In Anbetracht dessen sind Vorgesetzte gut beraten, alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um diese Power innerhalb der Firma zu stärken, indem sie einerseits die Gewinne und Erfolge angemessen würdigen, sich aber andererseits auch angesichts der Fehler und Misserfolge adequat verhalten. Haben die Mitarbeiter das Gefühl, ohne Angst Fehler machen und als Lernprozess für künftige Leistungen nutzen zu können, sind sie gewöhnlich besser zur Leistung motiviert.
Es gibt Fallstudien, die belegen, dass stark traditionell gebundene Unternehmen im Fertigungssektor das Können und die Begabungen ihrer Mitarbeitern besser nutzen können. Wo die Vorgesetzten an ihre Mitarbeiter glauben, ist Erstaunliches möglich.
Dort, wo Mitarbeiter zur Kreativität motiviert werden, können aus Arbeitsumgebungen, in denen jeder Einzelne separat seinen Beitrag zum Arbeitsprozesses leistet, vollständig quervernetzte Fertigungszellen zur Produktion eines Gesamtproduktes werden.
Eine derartig radikale Veränderung erfordert indessen, dass die Vorgesetzten engagiert und sichtbar dabei sind.
Die Anwesenheit des Vorgesetzten bei seinen Mitarbeitern lässt sich heute gewinnbringender nutzen denn je zuvor. Durch seine Anwesenheit zeigt der Vorgesetzte seinem Team, dass auch er an der täglichen Arbeit beteiligt ist. Es genügt nicht, als Gallionsfigur in einem Büro zu sitzen und Fachzeitschriften zu lesen.
Als Manager ist man erheblich glaubwürdiger, wenn man seinen Mitarbeitern hilft oder sich auch an den etwas unangenehmeren Aufgaben beteiligt.
So einfach es auch klingen mag: durch die Firma zu gehen und hier und da zu fragen, wie die Dinge laufen, kann von unschätzbarem Wert sein. Ganz einfach für Fragen und Ratschläge zur Verfügung zu stehen, zeigt den Mitarbeitern, dass ihr Chef zum Team gehört und sie auf dem Weg zum Erfolg unterstützt.


